Österreich behandelt Kryptowährungen seit der Reform 2022 grundsätzlich wie Kapitalvermögen: ein fester Satz von 27,5 %, kein Jahres-Stichtag wie in Deutschland und ein Tausch zwischen Coins, der gar nichts auslöst. Zwei Dinge solltest du kennen – den Stichtag und den gleitenden Durchschnitt.
Die entscheidende Trennlinie ist der 1. März 2021. Coins, die du davor angeschafft hast, gelten als Altvermögen und fallen noch unter die alten Regeln – nach Ablauf der damaligen Spekulationsfrist bleiben ihre Gewinne in der Regel unversteuert. Alles, was du ab dem 1. März 2021 gekauft hast, ist Neuvermögen und unterliegt der neuen Besteuerung.
Für Neuvermögen gilt der besondere Steuersatz von 27,5 %, unabhängig davon, wie lange du die Coins gehalten hast. Es gibt also keine einjährige Haltefrist wie in Deutschland: Ob du nach einem Monat oder nach drei Jahren verkaufst, ändert am Satz nichts.
Ein wichtiger Unterschied: Der Tausch einer Kryptowährung in eine andere – etwa BTC in ETH – löst in Österreich keine Realisierung aus. Der Anschaffungswert wird einfach fortgeführt (Buchwertfortführung). Erst wenn du in Euro oder eine andere offizielle Währung gehst, wird ein Ergebnis schlagend.
Was das praktisch heißt
Anders als das deutsche FIFO rechnet Österreich mit dem gleitenden Durchschnittspreis. Jeder neue Kauf derselben Coin mischt sich mit dem Bestand zu einem neuen Durchschnitts-Anschaffungswert. Beim Verkauf wird gegen diesen Durchschnitt gerechnet, nicht gegen eine bestimmte Tranche.
Das verlangt eine andere Buchführung als in Deutschland – und genau hier scheitern viele Tabellen. Du brauchst für jede Coin den fortlaufend aktualisierten Durchschnitt über alle Börsen und Wallets hinweg.
red. rechnet für Österreich mit einem eigenen Modell, das genau diese Logik abbildet: gleitender Durchschnitt, neutrale Swaps, Alt-/Neuvermögen-Trennung. Heraus kommt eine nachvollziehbare Aufstellung – keine Bewertung, keine Beratung, sondern die saubere Grundlage. Das Land stellst du beim Onboarding ein und änderst es jederzeit im Profil.
Dieser Beitrag ist eine allgemeine Information und keine Steuer- oder Rechtsberatung. Regeln können sich ändern und hängen von deiner persönlichen Situation ab. Im Zweifel sprich mit einem Steuerberater. red. ist kein Steuer-Tool, sondern liefert die saubere Datengrundlage.
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